Gesundheitliche Schäden durch den Schienengüterverkehrslärm

 

Wir fordern einen sofortigen Stop von allen nächtlichen Schienengütertransporten in Wohngebieten!

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der Schienengüterverkehr in seiner jetzigen Form  durch extremen nächtlichen Lärm und heftige Erschütterungen in Wohngebieten den Menschen erhebliche Gesundheitsschäden zufügt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen einige Unterlagen zusammen, aus denen Sie unter anderem folgendes entnehmen können:

 

  • 3.000 Menschen sterben jedes Jahr vorzeitig alleine am Rhein - durch Bahnlärm
  • Unsere Kinder erleiden Entwicklungsstörungen
  • Neben Herz- und Kreislauferkrankungen erleiden wir Krebs, Depressionen und viele weitere schwere Erkrankungen
  • Die Zahl der in Krankheit verbrachten Lebensjahre misst sich in Millionen

 

Zum Vergleich: In ganz Deutschland sterben im Jahr 600 Menschen an Brand- und Rauchverletzungen. Für mehr Sicherheit wird hier eine Menge getan. Am Güterverkehrslärm sterben alleine am Rhein fünf mal so viele Menschen! Wie viele sind es in ganz Deutschland? Das Leiden am Lärm sieht man nicht und man kann es nicht fotografieren. Deshalb berichtet die Presse darüber nicht. Wäre Krankheit und Tod aus Lärm ein blutiges Leiden, dann wären unsere Zeitungen voll und dieser Irrsinn wäre längst beendet!

 

Wir akzeptieren nicht, dass ein staatseigenes Unternehmen in großindustriellem Maßstab hunderttausende Bürger krank macht und jährlich viele tausend Menschen tötet. So lange der Staat sich das notwendige technische Rüstzeug nicht verschafft, umweltfreundlich Transportdienstleistungen produzieren zu können, muss das Vorsorgeprinzip greifen!

 

Vorsorge ist technisch und wirtschaftlich bereits heute möglich!

 

Alternative Beförderungsmöglichkeiten bestehen bereits in umweltgerecht errichteten Trassen im Europäischen Ausland, die allerdings zu etwas höheren Trassenpreisen vermarktet werden.  Während die Befahrung der deutschen Trassen "verramscht" wird, um möglichst viel umweltschädlichen Verkehr zu generieren, werden die Kapazitäten der Korridore "North Sea-Mediterranean" und "Atlantic" bei weitem nicht ausgenutzt, weil die Trassenpreise dieser Strecken höher sind. Die heute nutzbaren alternativen Trassen sehen Sie hier.

 

Eine andere Alternative ist die Binnenschiffahrt. Dieses Transportsystem gilt im Gegensatz zum Schienengüterverkehr als sehr umweltfreundlich und die Kapazitäten sind bei weitem nicht ausgeschöpft. Hier finden Sie ein Karte der Bundesdeutschen Wasserstraßen und eine vielversprechende Initiative des Landes Rheinland-Pfalz und Rotterdam finden Sie hier.

 

Beide Lösungen werden zwar nicht unter Preis angeboten, sie haben aber nicht diese exorbitanten Lärmemissionen, sie sind also qualitativ und gesamtwirtschaftlich besser!

 

Eine weitere Möglichkeit ist die bessere Ausnutzung der tagsüber zur Verfügung stehenden Trassen. Die meisten Züge schöpfen nicht die zulässige Länge aus. Zudem kann man sie mit den Hilfsmitteln der modernen Signaltechnik enger takten und auch Kolonne fahren lassen. Auch die Geschwindigkeit muss sich besser an die zwischendurch fahrenden Personenzüge mit ihren Halts anpassen. Hier ist noch ein großer Spielraum gegeben, wenn man die technischen Entwicklungsziele entsprechend setzt.

 

Dass unsere Wirtschaft Schaden nähme, wenn bei uns nachts nicht mehr gefahren werden darf, stimmt einfach nicht. Dafür ist auch der Anteil am gesamten Güterverkehr zu gering. Anders, als von der Bahnlobby behauptet, ist folgendes richtig:

 

Der externe Schaden des Schienengüterverkehrs überwiegt den Nutzen eines nächtlichen Billigtransportes durch unsere Wohngebiete bei weitem!

 

Eine Mär ist, dass allein die Umrüstung von den Graugussbremsen auf die Verbundbremsen das Problem lösen würde. Da helfen auch die paar Blechwände nicht, die uns der Bund freiwillig und sparsam spendiert.

 

Im Entwurf zum Schienengüterverkehslärmminderungsgesetz ist die Lösung noch nicht angelegt!

 

Daher lautet unsere Forderung:

 

Eine Inbetriebnahme des Rhine-Alpine-Corridors auf Deutscher Seite darf es erst geben, nachdem ein menschen- und umweltgerechter Korridor gebaut worden ist.

 

Bis dahin dürfen nachts keine Transporte mehr durch unsere Wohngebiete geschickt werden!

 

Lesen Sie hier eine Auswahl an wissenschaftlichen Arbeiten zu den gesundheitlichen Folgen des Schienengüterverkehrs:

 

Gesundheitsstudie Von Prof. Dr. med. Eberhard Greiser zu den gesundheitlichen Folgen des Bahnlärms:

Prognose Krankheitsfaktor Schienenlärm
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Web-Supplement Krankheitsfaktor Schienen
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NORAH Gesundheitsstudie

Die Lärmwirkungsstudie NORAH („Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health“, deutsch etwa „Zusammenhänge zwischen Lärm, Belästigung, Denkprozessen und Gesundheit“) hat das Ziel, eine möglichst repräsentative und wissenschaftlich abgesicherte Beschreibung der Auswirkungen des Lärms vom Flug-, Schienen- und Straßenverkehr auf die Gesundheit und Lebensqualität der betroffenen Wohnbevölkerung zu erhalten.

http://www.norah-studie.de/

 

Gesundheitliche Auswirkungen von Bahnlärm
- Aktueller Stand in der wissenschaftlichen Literatur -

Herausgeber:
Ministerium fur Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz
Hessisches Ministerium fur Soziales und Integration
Ministerium fur Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

141200 Bahnlärmbericht_Endversion.pdf
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150420 Kernaussagen_und_Eckpunkte_Fachge
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WHO

Wichtige Publikationen der WHO sind z.B.:

 

Burden of disease from environmental noise
Quantification of healthy life years lost in Europe

Leitlinien für die Europäische Region gegen Nachtlärm

 

Umweltbundesamt:

Umgebungslärm und Gesundheit am Beispiel Bremen
TEXTE 105/2015
Umweltforschungsplan des
Bundesministeriums für Umwelt,
Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Forschungskennzahl 3710 61 170
UBA-FB 002168
texte_105_2015_umgebungslaerm_und_gesund
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BIN gegen Bahnlärm e.V.

 

Bürger Initiativen Netzwerk

 

- Allianz für ein lebenswertes Rheintal -

 

Initiative in: Bad Honnef, Bonn, Bornheim, Erpel, Königswinter, Oberwinter, Remagen, Troisdorf, Unkel